Südamerika

Oktober 2016 hat sich ein großer Traum von mir erfüllt. Südamerika! Drei Monate Backpacking durch drei Länder: Chile, Argentinien und Bolivien. Für mich war es die schönste Zeit und Erfahrung, die ich bisher in meinem Leben sammeln durfte. Neue Freunde, neue Kulturen, neue Länder und unvergessliche Momente. Überwiegend habe ich das Land der Gegensätze bereist – Chile. Angefangen im Süden der patagonischen Winden, den Schneestürmen, der Gletscher und den Bergen, hinüber zu den vielen Seenlandschaften und Vulkanen bis hin zu der trockensten Wüste der Welt ganz im Norden des Landes. Die Landschaften sind wahnsinnig schön und eins weiß ich bestimmt: Ich werde zurückkommen :-)

Angekommen in Chile verbrachte ich die erste Woche in der Hauptstadt Santiago und nahm dort an einem Sprachkurs teil. Die Stadt überraschte mich positiv, trotz dem bekannten Smog der in der Luft hängt. Ich empfand die Stadt vielmehr als bunt, grün und voller Leben. Die vielen Parks entlang des Mapocho Flusses laden nur dazu ein Joggen zu gehen, Fahrrad zu fahren oder einfach nur das Stadtfeeling zu genießen. 

Nach meiner Sprachschule in Bellavista ging es für mich wieder ins Flugzeug in den Süden Chiles: Patagonien. Als Tourist Guide für Reitausflüge in der patagonischen Wildnis verbrachte ich anderthalb Wochen auf einer Farm im Torres del Paine Nationalpark – dem Wahrzeichen Chiles. Die Landschaft war atemberaubend, dennoch verkürzte ich die 2 Monate auf der Farm und entschied mich dafür zu reisen: gute Entscheidung!

Torres del Paine

Nachdem ich die Farm verlassen hatte blieb ich eine Woche in Puerto Natales, einer kleinen aber wundervollen Stadt direkt am Fjord. Ich lernte Fernando und Simon kennen und hatte eine unvergessliche Zeit mit meinen Freunden. 

Im Anschluss machte ich mich auf den Weg nach Argentinien in die "most southern city of the world" – Ushuaia. Nach der 10-stündigen Busfahrt erreichte ich mein Ziel und es war ein überwältigendes Gefühl nun wirklich am Ende der Welt zu stehen. 

Und wieder setzte ich mich in den Flieger, zurück bis zur Mitte Chiles in die sogenannte Seenregion. Dort erwartete mich strahlend blauer Himmel und eine traumhafte Vulkangegend. Einen Abstecher ins benachbarte Bariloche, in Argentinien gelegen, machte ich schließlich auch noch. 

Da ich bereits früh die Reservierungen für die Camps im Torres del Paine Nationalpark gebucht hatte (zum Glück! Es war alles ausgebucht) ging mein Flieger zurück in den Süden. Auf mich warteten 130km Wandern in 8 Tagen. Es war hart, es war anstrengend, es war mein Tod. Dennoch war es die schönste Erfahrung, die ich je machen durfte. Mit 15 Kilo Gepäck auf dem Rücken, eiskalten Nächten im Zelt und frostigen Stürmen erlebte ich das wilde Patagonien. :-)

Völlig erschöpft und überanstrengt ging es direkt weiter zum Fitz Roy nach Argentinien. Das Wetter für diese letzte Wanderung war perfekt. Es erlaubte eine freie Sicht auf das Bergmassif und gab mir alle Kraft diese letzten 20 Kilometer auch noch zu gehen. 

Fitz Roy Massif

Die letzte Woche meiner Reise verbrachte ich ganz im Norden Chiles, in der wohl trockensten Wüste der Welt. In San Pedro angekommen begann es überraschender Weise zu regnen. Die Atacama Wüste war für mich eins der Highlights meiner Reise. 

Die letzten vier Tage buchte ich eine Jeep-Tour nach Bolivien, wo mich unter anderem Geysire auf knapp 5000m, die größte Salzpfanne der Welt und jede Menge Lamas erwarteten ;-)

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